LEBKUCHEN
Gertwiller
ist die traditionelle Wiege elsässischer Lebkuchen, die zur Weihnachtszeit auch selbst
gebacken werden. Wer Zeit hat, kauft nicht die Fabrikware, sondern sucht in der Region
nach kleinen Bäckern, die noch "artisanale" - handwerklich - arbeiten.
PRALINEN
+ SCHOKOLADE
Statt der
obligaten Blumen kann man zu einer Einladung auch Pralinen und Naschwerk mitbringen.
Deshalb findet man in kleineren Ortschaften die kunstvoll hergestellten Schokoladen nicht
nur bei Bäcker und Patissier, sondern auch in manchem Blumenladen!
GESCHIRR
Wer
absolut traditionell auftischen will, kauft Steingutgeschirr in den Töpferdörfern des
Hagenauer Forstes. Das Salzsteingut aus BETSCHDORF (siehe Fotos) im
typischen Kobaltdekor in Blau- und Grautönen eignet sich nicht zum Erhitzen, verträgt
aber besonders gut Säure. Man legt in Betschdorfer Töpfe Choucroute ein, verwendet
kleine Fässchen für Essig und Senf. Hitze verträgt dagegen das Steingut aus SOUFFLENHEIM
(siehe Foto), meist in beige und braunen Tönen, aber auch in Gelb und Blau, von
traditionell ländlich bis kitschig in allen Variationen zu haben. Zu empfehlen die
Kugelhopfformen und große Ofenterrinen für Baeckeoffe und Choucroute. Für den Sonntag
und feine Gelegenheiten gibt es das traditionelle Geschirr aus OBERNAI
mit elsässischen Landschaftsmotiven von Henri Loux auf den Tellern und
einem Blumendekor auf dem Rand. Die Billigversion für die Spülmaschine ist in jedem
größeren Supermarkt erhältlich.
GÄNSESTOPFLEBER
+ PASTETEN
Die
Elsässer Hausfrau kauft ihre Stopfleber frisch beim Züchter und Bauern
und bereitet sie selbst zu. Fertige Spezialitäten finden sich bei einem guten Traiteur
vor allem um die Festtage im Winter. Der Traiteur ist auch derjenige, der Pasteten
in allen Varianten verkauft. Traditionell gibt es die Paté en Croute,
die Pastete im Brotteig, die man zu Crudités (rohe
Gemüsesalate) als Vorspeise genießt. Kein Vergleich natürlich zu den abgepackten
Fertigprodukten in Blech oder Plastik!
EAU
DE VIE / SCHNAPS
Die
Auswahl ist riesig, die Qualitätsunterschiede sind es leider auch. Und manch einer
panscht schon mal mit Aromen. Es lohnt sich deshalb, selbst eine Distillerie zu besuchen,
auf das Wörtchen "artisanale" zu achten und zu schauen, WIE
destilliert wird. Wer auf sich hält, verwendet Kupferalambics und brennt mindestens
zweimal. Bekannt sind die fruchtigen Aromen von Mirabelle, Kirsch, Quetsch oder
Williams. Fast schon Arznei dagegen sind Spezialitäten aus Vogelbeeren,
Stechpalmenbeeren, Königskerzenblüten oder Schlehen. Unvergleichlich der Duft
eines Waldhimbeer-Schnapses oder eines in Holzfässern gereiften "Vieille
Prune"(alter Pflaumenschnaps).
MUNSTER
Natürlich
schmeckt er vom Bauern in den Hochvogesen gekauft, besser. Der Käse, der wegen seines
berühmten Müffelgeruchs nur Liebhaber oder Feinde hat, wird natürlich auch bis in die
Läden der Ebenen transportiert. Nicht schmieren sollte die Haut, nicht künstlich orange
gefärbt soll sie sein. Munster wird als Frischkäse innen fast wie Quark verkauft und
dann auch süß zubereitet. Reifegrade hat er bis zum Davonlaufen. Deshalb eignet er sich
hervorragend für deftige Gratins. Serviert wird der Munsterkäse übrigens mit dem ganz
normalen Kümmel (carvi) - und nicht etwa mit dem in der
arabischen Küche verwendeten Kreuzkümmel (cumin). Diese Unsitte hat sich eingebürgert,
weil Franzosen die elsässische Bezeichnung missverstanden.
BUTTEMUES
/ HAGEBUTTENMARMELADE
Es schadet
nichts, in der Saison gleich die Halb-Liter-Gläser zu kaufen, denn außerhalb der
Erntezeit kann es zu Engpässen kommen. Bei Beyer in Pfastatt wird noch
traditionell in Kupfer gekocht und mit Vanille gewürzt. Dort werden auch leckere
Spezialitäten aus Heidelbeeren und Preiselbeeren von
den Vogesenhängen abgefüllt. Man muss wohl kaum erwähnen, dass mit Buttemues, dem Vitaminspender
im Winter, nicht nur Butterbrote beschmiert werden, sondern auch gekocht werden kann.
HONIG
Honig von
Elsässer Imkern wird fast ausschließlich im Direktverkauf vermarktet. Schilder erkennt
man meist am Bienenkorb. Typische Geschmäcker sind Waldhonig,
Lindenblütenhonig, Akazienhonig und Heidekrauthonig.
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