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Elsass. Wo der Zander am liebsten im Riesling schwimmt.

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ELSASS SINNESREISEN

EINKAUFEN FÜR GOURMETS - SOUVENIRS FÜR DIE KÜCHE

Keine Lust auf Souvenirs wie Plüschstörche und Plastiktrachtenpüppchen? Wie wäre es damit, die Sinnenlust aus dem Elsassurlaub nach Hause auf den Tisch zu bringen? Die Gourmetspezialitäten kauft man sich auf Touren unterwegs zusammen oder eilig bei der Stippvisite im Supermarkt. Viele Produkte halten sich länger und vermitteln auch noch Wochen nach Urlaubsende Genuss.

MELFOR-ESSIG

Elsässischer Essig wird in natürlichem Verfahren mit extrem wenig Säure und einer geheimen Mischung aus Honig und Kräutern vergoren. Er macht deshalb viele Salate und Gerichte auf milde Weise unverwechselbar.

RAIFORT / MEERRETTICH

Die frischen haltbaren Wurzeln kauft die Hausfrau in der Saison in jedem Supermarkt und macht sie nach alten Hausrezepten an. Als schnelles Mitbringsel bieten sich die Gläschen von Raifalsa an, mit Meerrettich pur oder abgemildert mit Mayonnaise oder Remoulade.

CHOUCROUTE / SAUERKRAUT

La Choucroute, Elsässer Sauerkraut, kauft man ab Ende September frisch beim Metzger oder am Fleischstand - viele Familien setzen sie selbst an. Anfang Herbst schmeckt das Kraut allerdings noch etwas kratziger als im Winter. Überhaupt schmeckt die Choucroute besser, wenn der Krautkopf schon leichten Frost bekam und die Gärung zwei Monate lief - also ab November! Deshalb greift kaum einer zu Kraut in Dosen. Choucroute wird im Elsass anders zubereitet als in Deutschland und zeichnet sich durch seine Milde und Verträglichkeit aus. Trotz dieser Milde wird es vor dem Garen mehrmals gewaschen und stundenlang in trockenem Weisswein geschmort. Sauerkraut schmeckt deshalb im Elsass alles andere als sauer und zergeht auf der Zunge!

PALETTE À LA DIABLE

In Supermärkten und beim Traiteur gibt es diese Schweinefleischspezialität eingeschweisst in einem Folienballon. Die mit Kräutern und Senf derart marinierte Köstlichkeit lässt sich schnell und bequem im Ofen knusprig backen. Andere "Fast-Food" Spezialitäten zum Aufwärmen sind das ROSSBIFF (Pferdeschnitzel in dicker Sauce) oder das BOURGIGNON vom Pferd. Regional gibt es verschiedene Wurstspezialitäten wie KESCHTEWURSCHT (Blutwurst mit Kastanien) oder SAUCISSE À L'ANCIENNE, eine ähnlich wie der SAUMAGEN gefüllte Wurstspezialität mit Kartoffeln und Kräutern.

SENF

Süsser oder milder Senf, wie er in Deutschland meist verwendet wird, ist bei französischen Speisen tabu. Hier muss es schon die Mischung eines DIJON-SENF sein oder das mildere Rezept aus Omas Zeiten mit ganzen Senfkörnern.

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LEBKUCHEN

Gertwiller ist die traditionelle Wiege elsässischer Lebkuchen, die zur Weihnachtszeit auch selbst gebacken werden. Wer Zeit hat, kauft nicht die Fabrikware, sondern sucht in der Region nach kleinen Bäckern, die noch "artisanale" - handwerklich - arbeiten.

PRALINEN + SCHOKOLADE

Statt der obligaten Blumen kann man zu einer Einladung auch Pralinen und Naschwerk mitbringen. Deshalb findet man in kleineren Ortschaften die kunstvoll hergestellten Schokoladen nicht nur bei Bäcker und Patissier, sondern auch in manchem Blumenladen!

GESCHIRR

Wer absolut traditionell auftischen will, kauft Steingutgeschirr in den Töpferdörfern des Hagenauer Forstes. Das Salzsteingut aus BETSCHDORF (siehe Fotos) im typischen Kobaltdekor in Blau- und Grautönen eignet sich nicht zum Erhitzen, verträgt aber besonders gut Säure. Man legt in Betschdorfer Töpfe Choucroute ein, verwendet kleine Fässchen für Essig und Senf. Hitze verträgt dagegen das Steingut aus SOUFFLENHEIM (siehe Foto), meist in beige und braunen Tönen, aber auch in Gelb und Blau, von traditionell ländlich bis kitschig in allen Variationen zu haben. Zu empfehlen die Kugelhopfformen und große Ofenterrinen für Baeckeoffe und Choucroute. Für den Sonntag und feine Gelegenheiten gibt es das traditionelle Geschirr aus OBERNAI mit elsässischen Landschaftsmotiven von Henri Loux auf den Tellern und einem Blumendekor auf dem Rand. Die Billigversion für die Spülmaschine ist in jedem größeren Supermarkt erhältlich.

GÄNSESTOPFLEBER + PASTETEN

Die Elsässer Hausfrau kauft ihre Stopfleber frisch beim Züchter und Bauern und bereitet sie selbst zu. Fertige Spezialitäten finden sich bei einem guten Traiteur vor allem um die Festtage im Winter. Der Traiteur ist auch derjenige, der Pasteten in allen Varianten verkauft. Traditionell gibt es die Paté en Croute, die Pastete im Brotteig, die man zu Crudités (rohe Gemüsesalate) als Vorspeise genießt. Kein Vergleich natürlich zu den abgepackten Fertigprodukten in Blech oder Plastik!

EAU DE VIE / SCHNAPS

Die Auswahl ist riesig, die Qualitätsunterschiede sind es leider auch. Und manch einer panscht schon mal mit Aromen. Es lohnt sich deshalb, selbst eine Distillerie zu besuchen, auf das Wörtchen "artisanale" zu achten und zu schauen, WIE destilliert wird. Wer auf sich hält, verwendet Kupferalambics und brennt mindestens zweimal. Bekannt sind die fruchtigen Aromen von Mirabelle, Kirsch, Quetsch oder Williams. Fast schon Arznei dagegen sind Spezialitäten aus Vogelbeeren, Stechpalmenbeeren, Königskerzenblüten oder Schlehen. Unvergleichlich der Duft eines Waldhimbeer-Schnapses oder eines in Holzfässern gereiften "Vieille Prune"(alter Pflaumenschnaps).

MUNSTER

Natürlich schmeckt er vom Bauern in den Hochvogesen gekauft, besser. Der Käse, der wegen seines berühmten Müffelgeruchs nur Liebhaber oder Feinde hat, wird natürlich auch bis in die Läden der Ebenen transportiert. Nicht schmieren sollte die Haut, nicht künstlich orange gefärbt soll sie sein. Munster wird als Frischkäse innen fast wie Quark verkauft und dann auch süß zubereitet. Reifegrade hat er bis zum Davonlaufen. Deshalb eignet er sich hervorragend für deftige Gratins. Serviert wird der Munsterkäse übrigens mit dem ganz normalen Kümmel (carvi) - und nicht etwa mit dem in der arabischen Küche verwendeten Kreuzkümmel (cumin). Diese Unsitte hat sich eingebürgert, weil Franzosen die elsässische Bezeichnung missverstanden.

BUTTEMUES / HAGEBUTTENMARMELADE

Es schadet nichts, in der Saison gleich die Halb-Liter-Gläser zu kaufen, denn außerhalb der Erntezeit kann es zu Engpässen kommen. Bei Beyer in Pfastatt wird noch traditionell in Kupfer gekocht und mit Vanille gewürzt. Dort werden auch leckere Spezialitäten aus Heidelbeeren und Preiselbeeren von den Vogesenhängen abgefüllt. Man muss wohl kaum erwähnen, dass mit Buttemues, dem Vitaminspender im Winter, nicht nur Butterbrote beschmiert werden, sondern auch gekocht werden kann.

HONIG

Honig von Elsässer Imkern wird fast ausschließlich im Direktverkauf vermarktet. Schilder erkennt man meist am Bienenkorb. Typische Geschmäcker sind Waldhonig, Lindenblütenhonig, Akazienhonig und Heidekrauthonig.

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Wissenswertes über die Elsässer Küche, ihre Produkte und die Töpferwaren finden sie hier:

Petra van Cronenburg: Elsass. Wo der Zander am liebsten im Riesling schwimmt.

 

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