Faszination Nijinsky. Annäherung an einen Mythos

Petra van Cronenburg: Faszination Nijinsky. Annäherung an einen Mythos.
Hardcover (Edition Octopus bei M&V)
E-Book: Edition Tetebrec

Ich habe den größten Schauspieler der Welt gesehen. (Sarah Bernhardt)

Ein glorifizierter Halbgott der glänzendsten Legende und des dunkelsten Dramas, der größte Künstler der Ballets Russes. (Françoise Reiss)

Apollon hält den Faden, an dem er hängt. (Jean Cocteau)

Isadora Duncan wollte vom „Gott des Tanzes“ ein Kind. Er inspirierte Charlie Chaplin und Rudolph Valentino, aber auch die Pariser Modewelt um Cartier, Chanel und Guerlain. Die Berühmtheiten der europäischen und russischen Avantgarde feierten ihn als ersten Weltstar des Balletts.

Vaslav Nijinsky (1889-1950) berauschte das Publikum der Ballets Russes mit virtuosen Sprüngen und androgynem Charisma; seine gewagten Choreografien provozierten Skandale. Er liebte einen Mann und heiratete eine Frau. Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes stürzte der Tänzer ab: Eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie, zweifelhafte Diagnosen und Therapieexperimente trieben seine Seele ins Unerreichbare.

Das Portrait lässt den vergötterten Star und Menschen zwischen den Extremen lebendig werden. Es zeigt einen Mann, der besessen für die Kunst lebte und ohne Tanz nicht lebensfähig war. Die ungebrochene Faszination, die der Mythos Nijinsky heute noch ausstrahlt, loten Gespräche mit dem Choreografen Ralf Rossa („Nijinsky“ an der Oper Halle) und dem Kurator Dr. Michael Braunsteiner (Prinzhorn-Ausstellung in Admont) aus.

"Das Besondere an diesem Buch ist, wie Petra van Cronenburg sowohl die künstlerische wie die menschliche Seite Nijinskys nahebringt, auf ganz unprätentiöse, einfühlsame Art, vor allem aber immer darauf bedacht, der vielschichtigen Persönlichkeit Nijinskys im Rahmen seiner Zeit gerecht zu werden. Da ist viel Neugier spürbar, aber auch großer Respekt, Zuneigung und Zurückhaltung, Bewunderung und Skepsis. Auf diese Weise holt sie auch diejenigen unter ihren Lesern ab, die mit Nijinsky bisher vielleicht nicht so viel anfangen konnten. Sie macht ihn und sein Leben, seine Kunst, verstehbar, nachvollziehbar."
- Annette Bopp in tanznetz.de

"Ich habe schon lange kein Buch mehr so atemlos gelesen wie dieses. (...) Es gab Momente, da hörte, sah und roch ich alles, was beschrieben wurde, als wäre ich mitten im Geschehen, zum Beispiel bei der Vorstellung, Nijinsky wäre direkt einem Fresko entsprungen. Vertraute Namen tauchten auf und verbanden sich für mich zu einem Ganzen mit der Zeit, in der sich alles zutrug: Igor Strawinsky, Jean Cocteau, Pablo Picasso, Charlie Chaplin, Coco Chanel, Thomas Mann, um nur einige zu nennen."
- Christa S. Lotz, Autorin

"Das vermag sie mit soviel Poesie und Sinnlichkeit zu beschreiben, dass man gebannt den Atem anhält. (...) zeichnet Cronenburg ein buntes, lebendiges Bild der Avantgarde, lässt den Leser nicht allein mit Nijinsky zusammentreffen, sondern auch mit anderen bedeutenden Künstlern dieser Zeit, wie z.B. Igor Strawinsky, Charlie Chaplin, Coco Chanel, Auguste Rodin oder Marcel Proust. Beim Lesen fühlt man sich als Zeitreisender, wünscht sich, nur an einem einzigen dieser Diners teilnehmen."
- Mrs Lefroy

"Nachdem ich mir gerade den Film "Pina" angesehen hatte, war dieses Buch wie eine Ergänzung. Petra van Cronenburg versteht es wunderbar, aus Worten Bewegung zu zaubern und uns in die Welt des Tanzes, in die Anfänge des Ausdruckstanzes zu führen."
- Petra Kopf, Tänzerin

"Habe ich bisher wenig Kontakt zum Ballett gehabt, hat mich dennoch die ansteckende Freude in dieser Beschreibung zu einem Fan werden lassen. Eine lebendige und schon fast intime Beschreibung der damaligen Welt."
- Ein Leser

"Ein Format, das man gerne zur Hand nimmt, Obacht bei der Typographie, für mich sehr angenehmes Papier und eine ausführliche Bebilderung. Und das wunderbare Cover nicht vergessen. Also viele gute Dinge, neben dem hohen Grad der Verschenkbarkeit (...) Die Autorin schafft es, die Welt um ihn wieder aufstehen zu lassen. Sie nimmt einen mit, und gerade deswegen dachte ich oft beim Lesen: nein, halt, nicht schon weitergehen in der Zeit, laß uns noch etwas verweilen, erzähl mir noch mehr, mach noch ein paar Lampen mehr an auf dieser Bühne."
- Chräcker Heller

"Petra Cronenburg hat mich beim Lesen derart hineingezogen in ihre spürbare, lesbare Begeisterung für diesen Tänzer, den "Gott des Tanzes", die Faszination, die von ihm ausging, sein Können, ihre spannende und bildhafte Schilderung seines ungewöhnlichen Lebens, daß ich es fast nicht weglegen konnte und es in zwei Tagen durchgelesen hatte. Vor allem hat sie einen unglaublichen Sprachschatz, mit dem sie die Fähigkeiten des Tänzers so bildhaft beschreibt, daß man die Abbildungen eigentlich nicht bräuchte. Ein Lesevergnügen romanhafter Art!
- Maria Mail-Brandt

Ausgaben

Petra van Cronenburg: Faszination Nijinsky. Annäherung an einen Mythos

Hardcover:
Monsenstein & Vannerdat geht zum 1.10.16 in Insolvenz, das HC ist darum nur noch so lange zu haben, wie es im Onlinehandel vorrätig ist. Auf absehbare Zeit plane ich eine Neuausgabe als Printbuch, kann aber noch nicht sagen, wann ich dazu komme, die gesamten Druckdaten neu zu erstellen. Ich danke für das Verständnis - das E-Book ist selbstverständlich lieferbar!
(Edition Octopus bei Monsenstein & Vannerdat) 128 S., 22 historische Abb., davon 1 Farbtafel, Gestaltung als Geschenkbuch.
ISBN 978-3-86991-362-9

E-Book:
(Edition Tetebrec) - aus rechtlichen Gründen zwei Fotos weniger als in der gedruckten Fassung: 20 Abb.
derzeit Kindle, epub in Planung

Warum noch keine Epub-Ausgabe?

Völlig unabhängig vom Buch ist ein Theaterstück Jeux: Russische Spiele in Baden-Baden als Kammerspiel um Sergej Diaghilew und Vaslav Nijinsky entstanden, das in ihrem Schicksalsjahr 1913 spielt. Die Rechte für Aufführungen oder als Hörspiel können direkt bei der Autorin erworben werden.

Leseprobe (Print)