über mich

Petra van Cronenburg Potrait
Petra van Cronenburg (Foto: privat)

Kurzbiografie

Petra van Cronenburg studierte ev. Theologie, Judaistik und Religionswissenschaften in Tübingen. Die ausgebildete Redakteurin lebt seit über 20 Jahren als freie Autorin, PR-Texterin, Publizistin und Übersetzerin (vom Französischen ins Deutsche) in Frankreich. Bücher in renommierten Verlagen wie Hanser und Suhrkamp-Insel, aber auch in der eigenen Edition Tetebrec.

In den 1990er Jahren verbrachte sie vier Jahre in Warschau / Polen und leitete dort eine eigene Medienagentur in englischer und polnischer Sprache. In Frankreich Mitarbeit an EU-geförderten binationalen Kultur- und Tourismusprojekten in der Regionalentwicklung (Fachrecherche, Konzeption, Texten, Übersetzen).

2016 Eröffnung des "Atelier Tetebrec" für Paper Art und Papierschmuck.

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Warum ich Texte und Bücher schreibe -

aber auch Bücher in Schmuck umwandle?

Wie viele Dimensionen können Geschichten haben? Ich kann es nicht zählen!

Denn während ich Texte schreibe, sehe ich gleichzeitig die Sätze als Farbschleier, beeinflusst von den Wortklängen und Buchstabenformen. Manche Passagen bauen sich dreidimensional zu Rhythmusgebilden auf, die ich sehe, höre, aber auch fühle, als würde ich meine Finger zum Tasten ausstrecken. Korrigiert wird nach Klangfarben, denn falsche Satzzeichen "kratzen düsterblau im Ellenbogen". So ähnlich ist das auch mit Menschen, die unpassenden Schmuck tragen - sie "klingen" für mich so falsch wie ein Brühwürfel in der unpassenden Farbverpackung.

Auch wenn ich gelernt habe, die üblichen Sinneswahrnehmungen herauszufiltern und zu beschreiben, hörsehe ich Bilder von Kandinsky oder Kirchenfenster. Steinzeitliche Höhlenmalereien sind für mich Symphonien und komplexere Musik kann ich manchmal nicht nur sehhören, sondern sogar riechen. Es ist für mich nicht seltsam, Buchpapier zu Perlen zu rollen, aber es wird zu einem neuen Klang, entwickelt ungewohnte Rhythmen, bekommt neue Dimensionen.

Wenn zwei oder mehrere Sinne auf diese Art verknüpft sind, nennt man das Synästhesie. Diese spezielle Begabung ist angeboren, tw. auch vererbt, bei jedem unterschiedlich ausgeprägt und vor allem sehr individuell: Jeder Mensch entwickelt ein eigenes inneres Wörterbuch, das ein Leben lang stabil bleibt. Sehe ich z.B. eine Erdbeere, weiß ich bei einem ganz bestimmten Klang, dass sie süß schmecken wird. Selbst wenn andere Synästhetiker ebenfalls Klangfarben wahrnehmen, wäre es nie der gleiche Klang.

Ich habe erst sehr spät bemerkt, dass ich anders bin. Erwachsene, die mir erzählen wollten, dass ich eine Erdbeere gefälligst nur als "rot" zu bezeichnen hätte, empfand ich als etwas minderbemittelt, lernte freundlich das Rotsagen und bedauerte sie insgeheim. Panik bekam ich erst im Gymnasium, als unser Biologielehrer eine "seltsame Krankheit" namens Synästhesie vorstellte und lapidar meinte, diesen Leuten würde eines Tages geholfen werden können, indem man ihnen nur die richtigen Hirnareale abtöten müsse! Damals lief "Einer flog übers Kuckucknest" in den Kinos und die Welt war wirklich so. Das brachte mich dazu, fortan eisern zu schweigen und zu verdrängen - denn wer verzichtet schon gern freiwillig auf sein Gehirn!

Es war der Neurologe und heutige Professor für Neurologie, Richard. E. Cytowic, der mich mit seinen bahnbrechenden Büchern beruhigte und aufklärte. Das bin ja ich, bemerkte ich erstaunt. Das Buch "Farben hören, Töne schmecken" bedeutete für mich den Dammbruch: Synästhesie ist absolut keine Krankheit, sondern eine Begabung, die womöglich bei der Evolution des Menschen sogar eine große Rolle gespielt haben könnte. Ich lernte viel darüber, vor allem, wie andere Künstler damit umgingen - und ich konnte endlich die Sinnesverknüpfungen aktiv für meine Kunst nutzen.

Buchperle aquarelliert

Das Fertigen von Paper Art und Papierschmuck, selbst von einfachsten Papierperlen schenkt mir die Dimensionen, die mir beim reinen Schreibvorgang fehlen. Aus dem Dreidimensionalen, dem Haptischen, entstehen neue Klangfarben, Rhythmendüfte, ja ganze Partituren. Wenn ich für eine Frau ein Schmuckstück nach Maß passend zu ihrem Lieblingskleid entwerfe, verlasse ich mich natürlich auf mein ausgeprägtes Farbempfinden, komponiere aber auch intuitiv etwas, das Geschichten über eine Persönlichkeit erzählt oder mit der natürlichen Schönheit eines Menschen in Schwingungen gerät. Schon deshalb habe ich ein Metier gewählt, das akribische, oft sehr aufwändige Handarbeit verlangt. Für mich ist Schmuck kein Wegwerfgegenstand, sondern Untermalung einer Person, die Energie von Geschichten ...

Entdecken Sie mich, meine Arbeit und meine Shops! Bei Dawanda verkaufe ich vorwiegend in deutscher Sprache, bei Etsy in englischer - die jeweiligen anderen Sprachen sind Maschinenübersetzungen.

PAPER ART - Das ist haptischer Kunstgenuss für Papierliebhaber, das sind hand- und maßangefertigte Schmuckpreziosen aus Buchpapier, Künstlerpapieren und Papiergarn, kombiniert mit edlen Materialien aus der Welt des Schmucks.

ERZÄHLKUNST - das sind meine Bücher aus renommierten Verlagen und dem eigenen Programm der Edition Tetebrec, aber auch Dienstleistungen aus der Welt des Schreibens, Vortragens und Übersetzens.

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Mehr Biografisches

Petra van Cronenburgs künstlerisches Lieblingsthema "Grenzgängereien" ist womöglich ein Lebensthema: Schwerpunkt ihrer Arbeit sind in den letzten Jahren interkulturelle und oft multimediale Projekte und Buchthemen zwischen Frankreich und Deutschland sowie Deutschland und Russland - ganz nach der Idee des Elsässer Künstlers Tomi Ungerer, der einmal forderte, Menschen sollten zu "Brücken-Köpfen" der Völkerverständigung werden. Gerade in Zeiten, in denen die Politik versagt, sind Kunst und Kultur oft die einzige Nahrung für horizonterweiternde Gedanken. Grenzgängereien aber auch im Erzählen: Vom geschriebenen Text bis zum Stadtspaziergang, vom gedruckten Text bis zur gerollten Textperle in Halsketten.

Die deutschsprachige Buchautorin ist zweigleisig tätig: Bei renommierten Verlagen wie Hanser und Suhrkamp-Insel ebenso wie im Self Publishing. Ende 2013 gründete sie die Edition Tetebrec.

Sie ist genauso selbstverständlich als Schriftstellerin wie als Vortragende auf Bühnen und vor Gruppen unterwegs und liebt das freie Erzählen. Sprechausbildung und Rhetorik an der Uni Tübingen, Laienkurse am Theater Baden-Baden und fast 20 Jahre Auftrittserfahrung vervollkommnen das berufliche Handwerkszeug. 2014 Premiere eines eigenen Theaterstücks in Zusammenarbeit mit dem Theater Baden-Baden und der Stadtbibliothek - hier stand die Autorin selbst für den Prolog auf der Bühne. Literarische Stadtspaziergänge in der Rolle der Anna Orlando.

Hauptsprachen: Deutsch (Muttersprache), Französisch, Englisch, Polnisch.

Im Juni 2016 Gründung des Ateliers Tetebrec als Schmuckatelier mit der Spezialität Paper Art. Hier wird ein altes Hobby zum Beruf und ich kann von ein paar Laienkursen bei einer Goldschmiedin in jungen Jahren profitieren. Inzwischen gibt es einen eigenen Shop bei Dawanda, die Möglichkeit für Maßanfertigungen nach Wunsch und für alle Neugierigen die Gründungsgeschichte.

Seitdem pausiert sie zwar nicht mit dem Schreiben, aber mit dem Verfassen neuer Bücher.

 

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