Collage Alter

Das Kraftbuch

Göttin mit Spiralen

Zugehörigkeit und Wohlfühlen

Kann ein Art Journal Kraft geben oder beim Anschauen Wohlfühlen vermitteln? Es gibt unterschiedliche Herangehensweisen dafür:

  • Wir schöpfen ein Art Journal voller Schönheit.
  • Wir halten gute Erinnerungen oder positive Erlebnisse fest.
  • Wir träumen eine reale Situation um.
  • Wir bearbeiten kreativ ein schwieriges Thema, an das wir mit Worten nicht herankommen.
  • Wir arbeiten mit Kindheitserinnerungen.

Ohne dass wir an therapeutische Tiefen gehen, die ein normales Art Journal nicht leisten kann und will, wirken Farben, Kompositionen und Erinnerungen auf die Betrachter:innen, aber auch schon beim Fertigen. Bei diesem Art Journal werden wir uns vielleicht einfach nur rigoros für unsere Lieblingsfarben entscheiden, für Flausch und Streichelstrukturen. Wir sind aber auch absolut frei, Kinderfotos von uns in Fantasielandschaften zu setzen oder ein Tagebuch zu führen für das, wofür wir dankbar sind. Vielleicht kombinieren wir Sprüche, die Kraft geben, mit bunten Blumen? Oder stecken unsere Figur durch Collagen in Abenteuer, per Zeitmaschine in andere Zeiten, in Mikrokosmen oder das Weltall? Unserer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Unliebsames, Kräftezehrendes und was wir loswerden wollen, lässt sich dank unterschiedlicher Layertechniken auslöschen oder wegkratzen, überstempeln und übermalen, sogar zu etwas Neuem umgestalten.

Unser Kraftbuch wird ein Art Journal werden, das wir immer wieder gern anschauen. Es wird gleichermaßen ein Genuss sein wie eine Möglichkeit zum freien Assoziieren, zur Erinnerung, zum Nachdenken. Vielleicht wird es auch die bildhafte Umsetzung des wertvollen Moments sein, in dem wir mit einer Sache abgeschlossen haben und loslassen können.

Das Kraftbuch ist ideal

  • zum Erlernen von Techniken des Aufbauens oder Zerstörens einer Darstellung,
  • zum Fokussieren auf Schönheit in Farben, Komposition und Materialien,
  • um unterschiedliche Arten von Art Journals kennenzulernen.
Collage Alter

Eine Kraftquelle

Wir fertigen ein Art Journal an, das uns später beim Anschauen immer wieder Kraft vermitteln wird und Wohlgefühl auslöst. Dabei lernen wir, wie sich bestimmte Arten dieses Art Journals mit passenden Techniken verknüpfen lassen.

Im Mittelpunkt steht das Arbeiten in Mehrschichtverfahren. Wir üben uns im Finden von Farbharmonien und harmonischen, zentrierenden Kompositionen. Hilfreich ist im Vorfeld der Einführungs-Minikurs "Komposition und Farbe", er ist aber keine Teilnahmevoraussetzung.

Wir üben mit Techniken des Verbergens: Kratzen und Schneiden, Gesso, Stempeln, Überdrucken und Überkleben. Textiles findet zu Papier, alte Buchseiten offenbaren neuen Sinn kombinierter Wörter. In diesem Art Journal kommen eigene Fotos oder Bildfunde zur Geltung, die wir auf unterschiedliche Weise verfremden oder schmücken können. Intuitive Techniken wie Collage, Zeichnen, Doodles kombinieren wir mit der Planung von Zeitstrukturen oder Darstellungsrhythmen. Aus diesem Fundus wählen sich die Teilnehmer:innen die Art des Kraftbuchs, die ihnen am meisten liegt.

Dieses Art Journal kann von Anfänger:innen gestaltet werden, ist aber auch eine reizvolle Aufgabe für Fortgeschrittene. Der Kurs ist gut kombinierbar mit dem Kurs "Träumestäbe".

  • Termine
  • Dauer: Workshop, 5 mal 40 min. + Community während der Laufzeit + Handout
  • Tarif:
Zubehör:

Eine genaue Materialliste geht den Teilnehmer:innen nach Anmeldung zu. Es gibt ein bebildertes pdf-Handout.

Buchseiten mit Stoff
Art Journal Textiles und Papier

Das Fühl-Guck-Hör-Riech-Schmeck-Buch

Textiles und Papier im Art Journal

Alle Sinne ansprechen

Fünf Blatt Papier, fünf Sinne - wie schwer es ist, alle fünf Sinne anzusprechen, merken wir, wenn wir versuchen, eine ganz normale Wiese zu beschreiben. Das Sehen ist den meisten selbstverständlich, fürs Riechen flüchten wir uns in Vergleiche, weil es sogar an Wörtern fehlt.

Das Jahr der Pandemie hat uns deutlich gemacht, wie stark sinnliche Eindrücke dabei helfen, dass wir uns selbst noch spüren und als körperliche Wesen wahrnehmen. Der Coronavirus hat vielen zeitweise Geruchs- und Geschmackssinn geraubt. Uns fehlen die alten Stimulationen des Tastsinns durch Berührungen. Gleichzeitig fokussieren wir uns einseitig auf Sehen und Hören am Computerbildschirm.

Mit dem Anlegen dieses Art Journals wollen wir gleichzeitig unsere Sinne und deren Darstellung trainieren und durch einfache Übungen erleben, in welche Richtung sich unser Wahrnehmungsspektrum verschoben hat. Indem wir jedem Sinn ein Blatt Papier reservieren, versuchen wir, sie alle in Einklang zu bringen: Berühren, Sehen, Hören, Riechen, Schmecken. Damit sprengen wir das, was wir von einem normalen Buch oder Heft her kennen.

Das Fühl-Guck-Hör-Riech-Schmeck-Buch ist ideal

  • um unsere Sinne neu zu entdecken und zu schärfen,
  • um uns wieder körperlich in der Welt zu erleben,
  • als Ausgleich zur Computerarbeit und Virtualität,
  • zum Berühren, Erschnüffeln und Lauschen,
  • um für andere Gelegenheiten bessere Beschreibungsmöglichkeiten zu finden,
  • für ein bewussteres und reichhaltigeres Naturerlebnis.

Dieser Workshop findet zweigleisig statt und ist damit auch eine gute Vorübung für andere Tätigkeiten, bei denen viele Sinneseindrücke gefragt sind - etwa das Schreiben. Das eine ist das Anlegen des Art Journals. Das andere: In der Wohnung, im Garten oder in der freien Natur machen wir einfache Sinnesübungen und lernen, unsere Wahrnehmungen zu beschreiben. Wenn wir Worte haben, können wir sie leichter in Bilder und Materialien übersetzen.

Anders als bei schulisch genauer Beschreibung praktizieren wir wilde Assoziationen, hören auf unsere Gefühle und üben, einen Sinneseindruck zu übersetzen in Farben, Oberflächen, Texturen. So wird ein scharfer Geschmack vielleicht zum grellen Zinnoberrot, kombiniert mit der stachligen Haut einer Pflanze. Papier ist der Trägerstoff für unsere Eindrücke. Es gerät scheinbar an die Grenzen, wie sie auch der Virus zog: Kann ein Buch riechen oder schmecken? Es kann!

Drucktechniken wie das Hammerprinting verewigen Duft im Papier. Duftende Gegenstände können wir auch einnähen. Kleine Anhängsel klimpern oder klappern. Wenn wir beim Geschmack scheitern sollten, helfen uns Collagen und Textzeilen, Wortassoziationen und Farben. Nach diesem Art Journal werden wir wacher durch die Natur gehen und vielleicht auch durch diese wortlose Technik mehr Wörter haben!

Ein Erlebnisbuch

Vor dem Anlegen des Art Journals machen wir einfache Übungen zur Schärfung unserer Wahrnehmung zuhause, im Garten oder am besten in der freien Natur. Sie entlarven auf vergnügliche Art, welcher unserer Sinne ein wenig verstopft sein mag und wie wir ihn aufpäppeln können.

Wir üben, unseren eigenen Wahrnehmungen zu trauen, auch wenn sie völlig anders sind als die anderer Teilnehmer:innen. Spielerisch, intuitiv und mit wilden Assoziationen suchen wir nach Entsprechungen für das Erlebte: Das können Farben oder Texturen sein, das Gefühl von Seide oder korkiger Rinde, aber auch der Rhythmus von Zeichen, Stickstichen, Löchern.

Um unsere Gefühle zu übersetzen, lernen wir Techniken kennen wie Hammerprinting oder intuitives Sticken, Mark Making und Asemisches Schreiben. Wir experimentieren mit unterschiedlichen Materialien und wie man ein Buch "aufbrechen" kann - etwa durch klingende Anhängsel oder Löcher und Durchsichten.

Wir erstellen ein Art Journal mit fünf Blatt Papier, das alle fünf Sinne ansprechen soll.

  • Termine
  • Dauer: Workshop, 5 mal 40 min.
  • Tarif:
Zubehör:
  • Material fürs Art Journal,
  • Schreibzeug, evtl. Notiz- oder Sketchbook für Sinnesbeobachtungen.

Zu diesem Workshop gibt es ein pdf-Handout mit Fotos. Nach Anmeldung versende ich eine genaue Materialliste.

Gewebe über Papierloch
Hammerdruck mit Rosenblüten

Schmetterlinge: das Träumebuch

Schmetterling

Schmetterlinge

Kaum ein Symbol erzählt uns so viel über uns selbst und unsere Umwelt wie der Schmetterling. Und kaum ein lebendiges Wesen der Natur wurde zu einem so stark mit den Menschen verbundenen inneren Bild. Seine ungewöhnliche Entwicklung über Raupe und Verpuppung ließ schon die Menschen der Antike an Transformation oder Wiedergeburt denken. Den alten Griechen wurde er zur Psyche, der Seele. Schmetterlinge bedeuten Schönheit, die aus Unscheinbarem schlüpft, sie haben die Leichtigkeit eines Luftwesens und scheinen in ihrer schillernden Farbigkeit fast überirdisch.

Eine Vielzahl menschlicher Eigenschaften ließ sich auf sie projizieren: von der Gefräßigkeit der Raupe über die stille, starre Verpuppungszeit bis hin zum flatterhaften, zarten und doch starken Wesen, für das Sonne und Blüten, Nektar und die schönen Jahreszeiten eine so große Rolle spielen. Wenn Menschen verliebt sind, haben sie "Schmetterlinge im Bauch". Schmetterlinge im Mythos und als Symbol erscheinen uns eng verwandt und doch so unerreichbar wie zarte Elfenwesen.

Gleichzeitig erinnern uns - fehlende - Schmetterlinge an eine menschengemachte Katastrophe: das Artensterben. Beim Fertigen dieses Art Journals gehen wir auch mit Verlust und Trauer um - und lernen nebenbei, was wir für den Erhalt von Schmetterlingen praktisch tun können - sie sind auch ein Symbol der Hoffnung.

Das Träumebuch der Schmetterlinge ist ideal

  • für Anfänger:innen, weil wir uns auf ein einzelnes Symbol fokussieren,
  • zum Einüben, wie man mit freien Assoziationen, Zufall und Intuition arbeitet,
  • zum Nachdenken über uns selbst und die Natur, die uns umgibt,
  • als Erinnerung zum praktischen Handeln,
  • als Mittel zur Verarbeitung, als Träger von Hoffnung und Schönheit.

Wir hören von alten Mythen und Symbolen, die uns später bei der Assoziationsfindung helfen. Druckvorlagen zum Ausschneiden liefern uns Schmetterlinge für Collagen. Wir lernen aber auch, welche aus anderen Materialien zu formen oder sogar auf Papier zu sticken. Spannend wird es durch die Kombinationen, wie wir ein Bild im Sinn willkürlich verändern können oder Schrift dazu gestalten.

Unser Träumebuch darf einfach nur schön und bunt sein, uns Freude in trübe Tage bringen. Wir können es als Seelenreise gestalten oder als Märchen, poetisch oder zoologisch, über verlorene Arten arbeiten oder zu begreifen versuchen, was Schmetterlinge brauchen, um sich ansässig zu machen. Dazu gibt es ganz praktische Gartentipps, die zeigen, warum die bunte Samenmischung allein nicht hilft. Wenn unter unseren Händen auf dem Papier rare Schmetterlinge neu zu leben beginnen, fühlen wir vielleicht etwas von der Kraft und Faszination, die wir beim tätigen Artenschutz erleben können.

Papierschmetterlinge

Das Träumebuch

In diesem Workshop steht die Arbeit mit einem einzigen Symbol im Mittelpunkt. Daraus lässt sich besonders leicht ein thematisches Art Journal gestalten, dessen Zweck wir selbst bestimmen: alles ist denkbar vom Träumebuch über ein Meditationsbuch bis zum Naturkundeheft, vom poetischen Art Journal als Geschenkbuch bis hin zum Gartentagebuch, von der Trauerhilfe bis zum Seelenschmeichler.

Neben Mythen und Symbolik lernen wir auch Naturkundliches über unsere Lieblingsschmetterlinge. Wir können uns beim Bestimmen von Arten gegenseitig helfen und lernen spielerisch, was die Raupe gern frisst, die wir aufs Papier kleben. Viele Schmetterlingsarten bringen Kindheitserinnerungen zurück. Und vielleicht bringen wir nach der Fertigung unseres Art Journals Schmetterlinge in die Natur unseres Wohnortes zurück?

Es sind keine biologischen Kenntnisse nötig, aber der Mut zu Fantasie, Farbe und Texturen.

  • Termine
  • Dauer: Workshop, x mal 40 min.
  • Tarif:
Zubehör:
  • Schmetterlinge ausgeschnitten aus Zeitschriften oder Büchern,
  • ein altes Buch zum Zerschneiden,
  • Schere, Leim (PVA), diverse Materialien, schöne Papiere und Stoffreste.

Eine genaue Materialliste geht den Teilnehmer:innen nach Anmeldung zu. Zum pdf-Handout gibt es eine Druckvorlage für Papierschmetterlinge in passender Größe fürs Art Journal.

Hölzer und Pflanzen

Die Natur achten – richtig sammeln

Gesammeltes Holz und Labkraut

Art Journals

Sammle ich Holz, weil ich es verarbeiten möchte, weil es mir nützlich ist? Oder lasse ich mich von den Geschenken überraschen, die mir die Natur hinlegt? Gehe ich in den Wald, weil Waldbaden angesagt ist und ich mir für mein Immunsystem Hilfe holen möchte? Oder nehme ich den Wald und seine Wohltaten an, indem ich selbst auch etwas für den Wald tue?

Wie wir mit der Natur umgehen, zeigt sich bereits in der Perspektive. Zu oft betrachten wir sie lediglich als etwas, das uns nützlich ist, das wir ausnutzen können. Wir machen sie zum "Es", klammern andere lebende Wesen aus, beuten aus. Unsere innere Haltung zeigt sich bereits daran, ob wir einen Zweig fürs Art Journal auf dem Boden suchen oder vom lebenden Baum abreißen wollen.

Ähnlich wie in indigenen Kulturen haben auch wir in Europa uralte Bräuche und Wissen vom achtsamen Umgang mit der Natur. Früher grüßte man täglich den Hausbaum im Elsass; was man ihm opferte, brachte ihm Nahrung. Tabus schützten Biotope. Kräutersammlerinnen hielten sich an Regeln, um Pflanzen nicht auszurotten. Wer mit Pflanzen, Pilzen und Tieren sprach, bewegte sich auf Augenhöhe mit diesen Mitwesen.

Wir wollen gemeinsam lernen, die eigene Perspektive zu verschieben, die Natur als Lebensgemeinschaft zu erleben. Rücksichtnahme und Gegenseitigkeit zu lernen, ist gar nicht schwer! Spürhund Bilbo von Butterblum kann uns einiges zeigen über den Reichtum von Fundstücken.

Wir hören von alten Bräuchen und modernem Gärtnerwissen. Üben den Unterschied vom Sprechen über die Natur und dem Sprechen mit der Natur. Lernen Zusammenhänge. Die Gegenstände, die wir so sammeln, erzählen wunderbare Geschichten!

Spürhund Bilbo im Wald

Die Natur achten

Wir hören Geschichten von alten Bräuchen und Ritualen einer Gegenseitigkeit mit der Natur. Die eigenen Perspektiven verschieben - dafür gibt es Techniken. Dazu lernen wir ein paar einfache Regeln für das Sammeln von Naturfunden. Darum ist dieser Miniworkshop nicht nur Grundlage aller Art-Journal-Workshops - er ist auch nützlich, wenn wir ernten und sammeln.

Ideal

für Anfänger:innen.

  • Termine
  • Dauer: 1 x 40 min.
  • Tarif: Schnupperkurs, kostenlos / Spende
Zubehör:
  • evtl. Material zum Notizenmachen.

Teilnehmer:innen erhalten ein kleines Hand-out (pdf) mit einem Überblick.

Fortsetzung:

Im großen Workshop "Verwandlungen" fertigen wir zusammen ein Art Journal an, mit dem wir dieses Thema erkunden.

dreamstick

Träumestäbe

dreamstick

Dreamsticks

Wenn wir uns mit unserem Rückgrat gegen einen alten Baum lehnen, spüren wir Halt und Verbundenheit. Bücher kommen vom Holz, von Bäumen, haben einen Buchrücken. Ein Rückgrat bekamen sie im Mittelalter: Die Wirbelsäule des Tieres blieb sichtbar im Pergament, dort wurde es gefaltet. Und so versehen wir unsere Art Journals mit einem eigenen hölzernen Rückgrat, das den Seiten Verbindung und Halt gibt.  Wir arbeiten mit Ästen, die uns die Natur schenkt - so sammle ich z. B. den Sturmfall der uralten Linden vor unserem Museum.

Die Äste finden uns: Sie leuchten aus dem Unterholz oder liegen benagt von Tieren am Boden. Sturm wirft sie in Parks und auf Straßen. Sie sind Erinnerung an einen notwendigen Baumschnitt oder bleichen am Waldrand aus. Wenn wir sie nicht lebendig abreißen, sondern respektvoll sammeln, tragen sie bereits eine eigene Geschichte in sich, erinnern uns an Situationen, Orte, Wetterlagen, besondere Bäume und Sträucher.

Die Träumestäbe sind ideal

  • als "Rückgrat" und Buchrücken für Art Journals,
  • als "Zauberstäbe", Meditationsmittel, Geschichtenstäbe, Deko.

Wir erinnern die Situationen des Findens und wühlen in unserem Material vom Sachensuchen. Intuitiv, durch Assoziationen und spontane Vorlieben, suchen wir Perlchen und Fäden, Farben und Texturen, Drähte und Stoffreste aus, schmücken unsere Stäbe. Natur und Kultur werden eins. Die Nagespur eines Rehs ist Schriftzeichen genauso wie unsere geschnitzten Rillen. Hölzer dienten wohl schon sehr früh der Menschheit als Erinnerungsträger wie Zählstäbe, als Schriftträger wie Knochen. Gekerbte Tierknochen oder beschnitzte Knochen der Bäume erzählten Geschichten lange vor dem Papier.

Hölzer aus Lindenästen

Buchrücken aus Ästen

Wir lernen Wissenswertes über unsere gesammelten Hölzer, ihre Rinde und wie wir sie geschützt vor Insektenbefall verarbeiten. Bäume und Sträucher zeigen in ihren Ästen ihre sehr individuelle Persönlichkeit. Ich zeige seidig-silbrigweißes Lindenholz oder zerfurchte Lianen alter Waldreben, nacktes Holunderholz oder silbrig umhüllte Äste aus den Gipfeln von Eichen, arbeite mit duftenden Ästen von Lorbeer oder Lavendel.

Wir tauschen uns über unsere Fundstücke aus, können neugierige Fragen stellen. Und wir inspirieren uns gegenseitig mit dem Finden von Verzierungen.

Außerdem lernen wir, wie man die Träumestäbe am Art Journal befestigt und wie man sie passend zu dessen Thema und Farben aussuchen kann.

  • Termine
  • Dauer: Workshop, x mal 40 min.
  • Tarif:
Zubehör:
  • Äste ab 20 cm Länge, ca. 6-15 mm dick,
  • Feiner Draht in unterschiedlichen Stärken / Farben / Metallarten: 0,7 mm und dünner,
  • Draht 0,8 mm zum Drehen von Spiralen für kleine Anhänger,
  • Fäden, Schnüre, bunte Garne,
  • Rocailles und kleine Perlchen,
  • Leder- und Stoffreste,
  • kleine Fundstücke z.B. für Anhänger,
  • Acrylfarbe zum Bemalen,
  • Astschere, Schere, Zange, evtl. Feile / Sandpapier.

Zu diesem Workshop gibt es ein pdf-Handout mit Fotos. Je nach Vorrat kann man besondere Hölzer auch bei mir direkt beziehen (z.B. Lindenholz). Nach Anmeldung versende ich eine genaue Materialliste.

Uralte Linde
Garnstränge in Naturfarben

Art Journals: Komposition und Farbe

Art Journal Seiten in reduzierten Farben

Art Journals

Man muss nicht viel von Kunst verstehen, um schöne Art Journals zu gestalten. Spontaneität, Gefühl und Spielfreude stehen im Vordergrund. Natürlich gibt es trotzdem Tricks und Wissen, warum die Aufteilung oder Farbgebung einer Seite mehr beeindruckt als die einer anderen.

Zwölf einfache Formen bildnerischer Kompositionen zeigen, was sich alles erreichen lässt: zwischen Spannung und Harmonie, Fokussierung und Streuung - oder Bewegung und Ruhe. Diese Kenntnisse gelten für alle bildenden Künste. Und sie sind das i-Tüpfelchen, wenn wir eine Emotion gestalterisch verstärken wollen.

Üben lässt sich das mit einer speziellen Improvisationstechnik, die sehr entspannend wirkt und die man auch wunderbar zu mehreren als Spiel machen kann. Wir nähern uns damit einer anderen Technik der Art Journals: dem Mark Making.

Auch mit Farben können wir Kompositionen variieren. Ich gebe einen einfachen und allgemeinverständlichen Einblick in die Farblehre und zeige den Umgang mit einem Farbrad.

Garnstränge in Naturfarben

Komposition und Farbe

Wie gestaltet man Seiten von Art Journals ansehnlich? Ich gebe einen Einblick in die einfachen Grundkenntnisse der Farbenlehre und Kompositionsformen und zeige den Umgang mit einem Farbrad. Kompositionsübungen führen bis zur Technik des sogenannten Mark Making. Mit jeder Menge Tipps und Tricks.

Ideal

für Anfänger:innen.

  • Termine
  • Dauer: 1 x 40 min.
  • Tarif: Schnupperkurs, kostenlos / Spende
Zubehör:
  • Zeichenpapier DIN-A-4 oder größer
  • Weicher Bleistift oder schwarzer Filzstift
  • Farben zum Ausmalen (Bunt- oder Filzstifte, Wasserfarben o.ä.)
  • evtl. Lineal

Teilnehmer:innen erhalten ein kleines Hand-out (pdf) mit einem Überblick und Links.