Hölzer und Pflanzen

Die Natur achten – richtig sammeln

Gesammeltes Holz und Labkraut

Art Journals

Sammle ich Holz, weil ich es verarbeiten möchte, weil es mir nützlich ist? Oder lasse ich mich von den Geschenken überraschen, die mir die Natur hinlegt? Gehe ich in den Wald, weil Waldbaden angesagt ist und ich mir für mein Immunsystem Hilfe holen möchte? Oder nehme ich den Wald und seine Wohltaten an, indem ich selbst auch etwas für den Wald tue?

Wie wir mit der Natur umgehen, zeigt sich bereits in der Perspektive. Zu oft betrachten wir sie lediglich als etwas, das uns nützlich ist, das wir ausnutzen können. Wir machen sie zum "Es", klammern andere lebende Wesen aus, beuten aus. Unsere innere Haltung zeigt sich bereits daran, ob wir einen Zweig fürs Art Journal auf dem Boden suchen oder vom lebenden Baum abreißen wollen.

Ähnlich wie in indigenen Kulturen haben auch wir in Europa uralte Bräuche und Wissen vom achtsamen Umgang mit der Natur. Früher grüßte man täglich den Hausbaum im Elsass; was man ihm opferte, brachte ihm Nahrung. Tabus schützten Biotope. Kräutersammlerinnen hielten sich an Regeln, um Pflanzen nicht auszurotten. Wer mit Pflanzen, Pilzen und Tieren sprach, bewegte sich auf Augenhöhe mit diesen Mitwesen.

Wir wollen gemeinsam lernen, die eigene Perspektive zu verschieben, die Natur als Lebensgemeinschaft zu erleben. Rücksichtnahme und Gegenseitigkeit zu lernen, ist gar nicht schwer! Spürhund Bilbo von Butterblum kann uns einiges zeigen über den Reichtum von Fundstücken.

Wir hören von alten Bräuchen und modernem Gärtnerwissen. Üben den Unterschied vom Sprechen über die Natur und dem Sprechen mit der Natur. Lernen Zusammenhänge. Die Gegenstände, die wir so sammeln, erzählen wunderbare Geschichten!

Spürhund Bilbo im Wald

Die Natur achten

Wir hören Geschichten von alten Bräuchen und Ritualen einer Gegenseitigkeit mit der Natur. Die eigenen Perspektiven verschieben - dafür gibt es Techniken. Dazu lernen wir ein paar einfache Regeln für das Sammeln von Naturfunden. Darum ist dieser Miniworkshop nicht nur Grundlage aller Art-Journal-Workshops - er ist auch nützlich, wenn wir ernten und sammeln.

Ideal

für Anfänger:innen.

  • Termin / Anmeldung: xxxxx
  • Dauer: Minikurs, 40 min.
  • Tarif: kostenlos / Spende
Zubehör:
  • evtl. Material zum Notizenmachen.

Teilnehmer:innen erhalten ein kleines Hand-out (pdf) mit einem Überblick.

Fortsetzung:

Im großen Workshop "Verwandlungen" fertigen wir zusammen ein Art Journal an, mit dem wir dieses Thema erkunden.

dreamstick

Träumestäbe

dreamstick

Dreamsticks

Wenn wir uns mit unserem Rückgrat gegen einen alten Baum lehnen, spüren wir Halt und Verbundenheit. Bücher kommen vom Holz, von Bäumen, haben einen Buchrücken. Und so versehen wir unsere Art Journals mit einem eigenen Rückgrat, das den Seiten Verbindung und Halt gibt.  Wir arbeiten mit Ästen, die uns die Natur schenkt - so sammle ich z. B. den Sturmfall der uralten Linden vor unserem Museum.

Die Äste finden uns: Sie leuchten aus dem Unterholz oder liegen benagt von Tieren am Boden. Sturm wirft sie in Parks und auf Straßen. Sie sind Erinnerung an einen notwendigen Baumschnitt oder bleichen am Waldrand aus. Wenn wir sie nicht lebendig abreißen, sondern respektvoll sammeln, tragen sie bereits eine eigene Geschichte in sich, erinnern uns an Situationen, Orte, Wetterlagen, besondere Bäume und Sträucher.

Die Träumestäbe sind ideal

  • als "Rückgrat" und Buchrücken für Art Journals,
  • als "Zauberstäbe", Meditationsmittel, Geschichtenstäbe, Deko.

Wir erinnern die Situationen des Findens und wühlen in unserem Material vom Sachensuchen. Intuitiv, durch Assoziationen und spontane Vorlieben, suchen wir Perlchen und Fäden, Farben und Texturen, Drähte und Stoffreste aus, schmücken unsere Stäbe. Natur und Kultur werden eins. Die Nagespur eines Rehs ist Schriftzeichen genauso wie unsere geschnitzten Rillen. Hölzer dienten wohl schon sehr früh der Menschheit als Erinnerungsträger wie Zählstäbe, als Schriftträger wie Knochen. Gekerbte Tierknochen oder beschnitzte Knochen der Bäume erzählten Geschichten lange vor dem Papier.

Hölzer aus Lindenästen

Buchrücken aus Ästen

Wir lernen Wissenswertes über unsere gesammelten Hölzer, ihre Rinde und wie wir sie geschützt vor Insektenbefall verarbeiten. Bäume und Sträucher zeigen in ihren Ästen ihre sehr individuelle Persönlichkeit. Ich zeige seidig-silbrigweißes Lindenholz oder zerfurchte Lianen alter Waldreben, nacktes Holunderholz oder silbrig umhüllte Äste aus den Gipfeln von Eichen, arbeite mit duftenden Ästen von Lorbeer oder Lavendel.

Wir tauschen uns über unsere Fundstücke aus, können neugierige Fragen stellen. Und wir inspirieren uns gegenseitig mit dem Finden von Verzierungen.

Außerdem lernen wir, wie man die Träumestäbe am Art Journal befestigt und wie man sie passend zu dessen Thema und Farben aussuchen kann.

  • Termin / Anmeldung: xxxxx
  • Dauer: Workshop, x mal 40 min.
  • Tarif:
Zubehör:
  • Äste ab 20 cm Länge, ca. 6-15 mm dick,
  • Feiner Draht in unterschiedlichen Stärken / Farben / Metallarten: 0,7 mm und dünner,
  • Draht 0,8 mm zum Drehen von Spiralen für kleine Anhänger,
  • Fäden, Schnüre, bunte Garne,
  • Rocailles und kleine Perlchen,
  • Leder- und Stoffreste,
  • kleine Fundstücke z.B. für Anhänger,
  • Acrylfarbe zum Bemalen,
  • Astschere, Schere, Zange, evtl. Feile / Sandpapier.

Zu diesem Workshop gibt es ein pdf-Handout mit Fotos. Je nach Vorrat kann man besondere Hölzer auch bei mir direkt beziehen. Nach Anmeldung versende ich eine genaue Materialliste.

Uralte Linde
Material Papier, Textiles, Holz

Sachensuchen für Art Journals

Material Papier, Textiles, Holz

Sachensuchen

Art Journals machen bereits Spaß, bevor man überhaupt mit dem Basteln anfängt! Zuerst werden wir nämlich zu Jäger:innen und Sammler:innen: Wir jagen nach einfachem Grundwissen über Komposition und Farben. Und wir sammeln "Zeug". Unser Art-Journal-Atelier ist ein Zwischending zwischen der Piratenkiste unserer Kinderbücher - und Pippi Langstrumpfs Schränken. Die sagte nämlich:

"Die ganze Welt ist voll von Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand sie findet. Und das gerade, das tun die Sachensucher."

In diesem Webinar lernen wir, welches Grundzubehör ausreicht, um ein schönes, persönliches Art Journal zu gestalten. Der Fokus liegt auf preiswerten Materialien, Recycling und Minimalismus. Der Luxus liegt im Sachensuchen: Das kann alles sein, das einigermaßen platt und haltbar ist!

In meiner Wühlbox finden sich Papierreste, Folien von Verpackungen, gebrauchte (leere) Teebeutel oder Fadenreste, kleine Ästchen und flache Steine, Perlchen, die zu keinem Schmuckstück passen wollten, Stoff- und Tapetenreste. Selbst Obstnetze oder Pizzakartons sind verwertbar! Und wenn mir die Farben ausgehen, drucke ich mit Rost oder bringe Erde als Farbe aufs Papier.

Naturfunde Holz und Rinden

Materialien für Art Journals

Was brauche ich, um loszulegen? Grundzubehör für Art Journals muss nicht teuer sein, Materialien können recycelt werden.

In diesem Webinar erfahren wir:
  • was sich verarbeiten lässt und wie,
  • welches Grundzubehör und Werkzeug benötigt wird,
  • welche Techniken damit möglich sind.

Der Fokus liegt auf preiswerten Materialien, Recycling und Minimalismus. Der Luxus liegt im Sachensuchen: Das kann alles sein, was einigermaßen platt und haltbar ist! Damit unser Art Journal mehr aufnehmen kann als ein gebundenes Buch, arbeiten wir mit stärkeren Einzelblättern und Ringbindung.

  • Termin / Anmeldung: xxxxx
  • Dauer: Minikurs, 40 min.
  • Tarif: kostenlos / Spende
Zubehör:

Wir fangen einfach an: Mit 5 Blatt Papier (160 g/m²), ein paar Drahtringen ... und Sachen.

Teilnehmer:innen bekommen eine Liste der verwendeten Materialien.

Starterpacks und Wundertüten gibt es HIER!

Ergänzung:

Der Miniworkshop "Die Natur achten - richtig sammeln" - hier dreht sich alles um Naturfunde.