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Träumestäbe

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Dreamsticks

Wenn wir uns mit unserem Rückgrat gegen einen alten Baum lehnen, spüren wir Halt und Verbundenheit. Bücher kommen vom Holz, von Bäumen, haben einen Buchrücken. Ein Rückgrat bekamen sie im Mittelalter: Die Wirbelsäule des Tieres blieb sichtbar im Pergament, dort wurde es gefaltet. Und so versehen wir unsere Art Journals mit einem eigenen hölzernen Rückgrat, das den Seiten Verbindung und Halt gibt.  Wir arbeiten mit Ästen, die uns die Natur schenkt - so sammle ich z. B. den Sturmfall der uralten Linden vor unserem Museum.

Die Äste finden uns: Sie leuchten aus dem Unterholz oder liegen benagt von Tieren am Boden. Sturm wirft sie in Parks und auf Straßen. Sie sind Erinnerung an einen notwendigen Baumschnitt oder bleichen am Waldrand aus. Wenn wir sie nicht lebendig abreißen, sondern respektvoll sammeln, tragen sie bereits eine eigene Geschichte in sich, erinnern uns an Situationen, Orte, Wetterlagen, besondere Bäume und Sträucher.

Die Träumestäbe sind ideal

  • als "Rückgrat" und Buchrücken für Art Journals,
  • als "Zauberstäbe", Meditationsmittel, Geschichtenstäbe, Deko.

Wir erinnern die Situationen des Findens und wühlen in unserem Material vom Sachensuchen. Intuitiv, durch Assoziationen und spontane Vorlieben, suchen wir Perlchen und Fäden, Farben und Texturen, Drähte und Stoffreste aus, schmücken unsere Stäbe. Natur und Kultur werden eins. Die Nagespur eines Rehs ist Schriftzeichen genauso wie unsere geschnitzten Rillen. Hölzer dienten wohl schon sehr früh der Menschheit als Erinnerungsträger wie Zählstäbe, als Schriftträger wie Knochen. Gekerbte Tierknochen oder beschnitzte Knochen der Bäume erzählten Geschichten lange vor dem Papier.

Hölzer aus Lindenästen

Buchrücken aus Ästen

Wir lernen Wissenswertes über unsere gesammelten Hölzer, ihre Rinde und wie wir sie geschützt vor Insektenbefall verarbeiten. Bäume und Sträucher zeigen in ihren Ästen ihre sehr individuelle Persönlichkeit. Ich zeige seidig-silbrigweißes Lindenholz oder zerfurchte Lianen alter Waldreben, nacktes Holunderholz oder silbrig umhüllte Äste aus den Gipfeln von Eichen, arbeite mit duftenden Ästen von Lorbeer oder Lavendel.

Wir tauschen uns über unsere Fundstücke aus, können neugierige Fragen stellen. Und wir inspirieren uns gegenseitig mit dem Finden von Verzierungen.

Außerdem lernen wir, wie man die Träumestäbe am Art Journal befestigt und wie man sie passend zu dessen Thema und Farben aussuchen kann.

  • Termin / Anmeldung: xxxxx
  • Dauer: Workshop, x mal 40 min.
  • Tarif:
Zubehör:
  • Äste ab 20 cm Länge, ca. 6-15 mm dick,
  • Feiner Draht in unterschiedlichen Stärken / Farben / Metallarten: 0,7 mm und dünner,
  • Draht 0,8 mm zum Drehen von Spiralen für kleine Anhänger,
  • Fäden, Schnüre, bunte Garne,
  • Rocailles und kleine Perlchen,
  • Leder- und Stoffreste,
  • kleine Fundstücke z.B. für Anhänger,
  • Acrylfarbe zum Bemalen,
  • Astschere, Schere, Zange, evtl. Feile / Sandpapier.

Zu diesem Workshop gibt es ein pdf-Handout mit Fotos. Je nach Vorrat kann man besondere Hölzer auch bei mir direkt beziehen (z.B. Lindenholz). Nach Anmeldung versende ich eine genaue Materialliste.

Uralte Linde