Workshops

Art Journal

Ich möchte Anstifterin sein, auf neue Wege führen ...

Gemeinsam entwickeln wir Neugier, üben Staunen, genießen mit all unseren Sinnen, schöpfen Schönheit. Unser Medium sind Art Journals.

Jede und jeder hat diese Fähigkeiten! "Technisch" muss man für die Grundkurse nicht viel können: nur wissen, wie man mit Leim und Schere umgeht. Manchmal ist es auch nützlich, einen Faden in eine Nadel fädeln zu können, mit einem Pinsel Farbe aufzunehmen oder mit kleinen Perlchen umzugehen.

Was sind Art Journals?

Es sind gebundene Objekte mit meist mehreren Seiten, die wir mit unterschiedlichen Techniken und Materialien kreativ füllen. Das kann regelmäßig wie beim Tagebuch passieren (daher der Name) oder je nach Lust und Laune. Feste Regeln gibt es dabei nicht. Jedes Art Journal ist absolut einzigartig und so besonders wie seine Schöpfer:innen. Ein Art Journal kann von einer einzigen Person angefertigt werden oder von mehreren gemeinsam.

Art Journals können Kunst sein oder einfach nur schön - sie sind immer ein Akt der Kreativität und Selbstfürsorge.

Art Journal Page with material

Art Journals sind wie Freundinnen, Freunde ...

Sie verzeihen uns jeden Fehler. Sie sind für uns da, wenn wir sie brauchen. Sie verraten nichts von unserer intimen Zwiesprache, offenbaren aber zuweilen überraschende Lösungen. Wenn wir in Schönheit und Farben schwelgen wollen, nehmen sie uns an der Hand. In schweren oder stressigen Zeiten halten sie uns die Hand .

Art Journals sind Sammlungen von Erinnerungen, von guten Momenten, von wertvollen Begegnungen und Entdeckungen. Die Arbeit daran schärft unseren Blick für die Faszination des Unscheinbaren, für die Schätze von Natur und Kunst. Diese Momente beim Erschaffen gehören uns ganz allein. Und doch können wir sie miteinander teilen.

Art Journal Pages

Art Journaling kann süchtig machen ...

... aber es ist gesund. Vor allem in den "entkörperlichten" Zeiten der Pandemie. Und das funktioniert sogar, wenn wir nur digital miteinander vernetzt sind. Ich nenne sie gern meine "Fühlguckriechbücher".

Wir berühren Texturen, streicheln weiche Stoffe und edle Papiere, fahren mit den Fingern über raue Rinde, kalt-glatten Draht, knubbelige Perlchen oder erkunden uralte Tapeten.

Wir baden in Farben. Schneiden die Blautöne der Ozeane aus Zeitschriften, legen hauchdünne Lasuren aus Wasserfarben. Wir sticken knallbunt oder mit Metallfarben. Wenn uns an düsteren Tagen danach ist, klecksen wir Sonnengelb aufs Papier oder schwarze Wut und braungelbe Galle. Der nächste Tag verlangt vielleicht nach alten Rosenmustern und rosenroter Seide. Das Papier hält all unsere Launen aus und verwandelt sie.

Unsere Art Journals können sogar Geräusche machen: knisterndes Seidenpapier, eine Perlenbommel, die auf Metallfolie schlägt, raschelnde Stoffe klingen auch in Jahren noch nach. Oder wir nähen das Schilfrohr ein, dessen Rauschen wir im Wind einer Sommernacht hörten.

Art Journals können duften. Vor allem Naturfunde sind etwas für die Nase: Jedes Holz duftet anders, getrocknete Gräser lassen sich flechten oder einkleben. Künstlerpapiere duften ebenso wie Pflanzenfarben und eingehämmerte Blüten. Da muss man noch nicht einmal Papier künstlich parfümieren.

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Das Geheimnis liegt im fleißigen Sammeln - von allem, was platt ist und haltbar genug, um zwischen den Seiten zu bleiben. Natürlich habe ich dafür Tipps und Tricks, auch zum Aufbewahren.

Ich habe eine Form konzipiert, wo wir auf Einzelseiten arbeiten. Die können wir anschließend als Bild rahmen oder mit einer einfachen Ringbindung fürs Buch versehen. Für die Collagen oder Farbaufträge gibt es einfache Kompositionsideen. Alles andere entsteht aus Zufall und Gefühl. Wir lernen, auf unsere Materialien zu hören und uns frei zu machen von Erwartungen oder Vorgaben.

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